Unsere Imkerei

Seit 2015 betreue ich mit viel Leidenschaft unsere Bienenvölker. Die Imkerei verbindet für mich Natur, Handwerk und einen bewussten Umgang mit unserer Umgebung. Beim Schleudern des Honigs unterstützt mich meine Familie – ein Moment, der uns jedes Jahr aufs Neue zusammenschweißt.

Neben der Arbeit an den Völkern engagiere ich mich als stellvertretender Vorsitzender im Bienenzuchtverein Straubing. Dort kann ich meine Erfahrungen weitergeben und mich für eine moderne, nachhaltige Imkerei einsetzen, die auch zukünftigen Generationen Freude macht.

Bienen in Straubing

Umgeben von alten Kastanien, Linden und Ahornbäumen stehen unsere Bienenvölker am Rand von Straubing. Die Bäume spenden nicht nur Schutz vor Wind und Wetter, sondern liefern auch reichlich Nektar und Pollen – besonders während der Lindenblüte, die hier jedes Jahr ein Höhepunkt ist.

Bienen im Bayerischen Wald

Mitten in einer sonnigen Lichtung auf dem Gallner Berg ist unser Bienenstand, in einer Umgebung, die kaum ursprünglicher sein könnte. Umgeben von hohen Fichten, duftenden Kräutern und wilder Waldflora finden die Bienen hier ideale Bedingungen für eine gesunde Entwicklung und aromatischen Honig.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema Bienen.

Finden Bienen in der Stadt genug Nahrung?

Ja, Bienen finden in der Stadt überraschend viel Nahrung – oft sogar mehr als auf intensiv genutzten Agrarflächen.

Vielfalt statt Monokultur — Städte wie Straubing haben Parks, Gärten, Balkone, Friedhöfe und Straßenbäume. Diese Mischung blüht über viele Monate hinweg und bietet Honig- und Wildbienen ein breites Nahrungsangebot.

Warum sind Bienen wichtig?

Grundlage unserer Ernährung — Bienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern und sichern die Vielfalt vieler Wild- und Nutzpflanzen. Sie bestäuben den Großteil unserer Obst- und Gemüsepflanzen und tragen damit direkt zu unserer Lebensmittelvielfalt bei.

Erhalt der biologischen Vielfalt — Wild- und Honigbienen sichern die Vielfalt von Pflanzen und damit auch die Lebensräume vieler anderer Tiere. Ihr Rückgang gefährdet ganze Ökosysteme.

Wichtige Naturstoffe — Honigbienen liefern Honig, Wachs und Propolis – wertvolle Naturprodukte, die seit Jahrhunderten genutzt werden.

Was kann ich in meinem Garten für Bienen tun?

Vielfältige Blühpflanzen — Ein durchgehendes Blütenangebot von Frühjahr bis Herbst ist entscheidend. Fachstellen empfehlen eine Mischung aus Stauden, Kräutern und Wildblumen, z. B. Lavendel, Oregano, Kornblume, Natternkopf oder Sonnenblume.

Nistmöglichkeiten schaffen — Viele Wildbienen nisten im Boden oder in Hohlräumen. Offene Bodenstellen, Totholz, markhaltige Stängel oder sauber gebohrte Hartholzblöcke eignen sich hervorragend.

Auf Pestizide verzichten — Chemische Mittel schaden Bienen direkt oder indirekt, indem sie Nahrungsquellen reduzieren. Naturnahe Pflege ist deutlich bienenfreundlicher.

Wie unterscheiden sich Honigbiene und Wildbiene?

Sozialleben — Honigbienen leben in großen, hochorganisierten Staaten mit bis zu 50.000 Individuen. Wildbienen dagegen sind überwiegend Einzelgängerinnen, nur wenige Arten wie Hummeln bilden kleinere Völker.

Nistverhalten — Honigbienen wohnen in Bienenstöcken oder Baumhöhlen. Wildbienen nutzen dagegen Bodenhöhlen, Totholz, Pflanzenstängel oder Schneckenhäuser – je nach Art sehr unterschiedlich.

Honigproduktion — Honigbienen legen Vorräte an, um den Winter zu überstehen. Wildbienen produzieren keinen Honig und versorgen nur ihre Brut mit Pollen-Nektar-Proviant.

Warum schwärmen Bienen?

Der Schwarm ist die natürliche Form der Vermehrung eines Bienenvolkes.

Das Volk wächst Im Frühjahr nimmt die Menge an Bienen und Futter stetig zu und es wird eng im Bienenstock. Die Bienen stellen um auf Vermehrung.

Schwarmstimmung Das Volk zieht neue Königinnen heran. Kurz bevor eine junge Königin schlüpft, verlässt die alte Regentin mit einer großen Zahl an Bienen den Stock. Kundschafterinnen suchen nach geeigneten Nistplätzen. Hat der Schwarm einen solchen gefunden, zieht er in seine Richtung weiter.

Es lebe die Königin Im ursprünglichen Bienenstock bleiben die Brut, genügend Bienen und Futter zurück. Die Königin, die als erstes schlüpft, sucht die Zellen all ihrer Konkurrentinnen auf und sticht diese ab. Anschließend ist sie die neue und einzige Regentin.

Sterben Bienen immer nach dem Stich?

Das gilt nur für Honigbienen-Arbeiterinnen. Ihr Stachel hat Widerhaken und bleibt in der Haut stecken. Beim Abreißen verliert die Biene lebenswichtige Organe. Das führt unweigerlich zum Tod – meist innerhalb weniger Minuten.

Hummeln und viele Wildbienen können mehrfach stechen, ohne zu sterben.